Der Blog für Gehirnjogger

Verbessern Sie Ihre Konzentration und Gedächtnisleistung!

Auswendig lernen trainiert das Gedächtnis

Eine weit verbreitete Fehlannahme ist, dass Menschen die ein schlechtes Gedächtnis besitzen, dieses dauerhaft haben werden. Die Realität sieht allerdings so aus, dass man das Gedächtnis trainieren kann. Bereits im Kindesalter wird damit begonnen. Auch die Behauptung dass das Gedächtnis im Alter zwangsläufig schlechter wird, ist schlichtweg falsch. Wird die Erinnerungsfähigkeit regelmäßig angewendet, so wird sie auch im Alter erhalten bleiben. Allerdings hören viele Menschen nach der Schulzeit und der Lehre auf ihr Gedächtnis effektiv zu nutzen. Im alltäglichen Berufsleben ist es nur selten notwendig sich neue Dinge einzuprägen. Das sogenannte eidetische Gedächtnis, welches die Fähigkeit beschreibt, gesehene Dinge exakt wieder in Erinnerung zu rufen ist sehr viel verbreiteter als allgemein behauptet wird. Nur nutzen die wenigsten ihre Begabung, wodurch sie bereits in frühester Jugend verschwindet.

Dass viele Menschen bereits in der Kindheit die Idee entwickeln sie würden über ein schlechtes Gedächtnis verfügen, kommt daher, dass ihnen nur gesagt wird das – und nicht wie sie es lernen müssen. In der Regel wird das Lernen auf eine rein logische Ebene beschränkt, welche fast ausschließlich die linke Gehirnhälfte nutzt. Das Ergebnis ist, dass Fakten zwar aufgenommen werden, diese jedoch im riesigen Gewirr des menschlichen Unterbewusstseins verloren gehen. Soll Wissen dauerhaft griffbereit sein, muss es nicht nur gelesen und ständig wiederholt, sondern geschickt und kontrolliert abgelegt werden. Der erste Schritt dafür ist das Wissen zu visualisieren. Bilder werden sehr viel besser im Gedächtnis behalten als abstrakte Zahlen und Wörter.

Wer mit Visualisierungen arbeitet und regelmäßig, auch im Alltag anwendet, wird schnell merken wie sich der Prozess automatisiert und das Gehirn anfängt quasi von allein Fakten durch bildliches Darstellen abzuspeichern. Kostenloses Gehirnjogging kann problemlos in den Alltag integriert werden. Wer anfängt Autokennzeichen auswendig zu lernen oder Namen neuer Bekanntschaften sofort abzuspeichern, der wird schnell merken wie sein Gedächtnis zuverlässiger arbeitet. Unabhängig vom Alter, ist das Gehirn durch solch einfache Übungen in der Lage, neue neuronale Verknüpfungen zu bilden, was für eine erhöhte Aktivität und somit Effektivität sorgt.

Sprachen lernen – das beste Gehirntraining

Was man schon lange vermutet hat, haben Studien an der Universität Tel Aviv bestätigt: Ältere Menschen, die Ihr Leben lang verschiedene Sprachen gesprochen haben – sie anwenden und beherrschen können – bleiben länger geistig fit.

Eine Fremdsprache zu erlernen und vor allen Dingen sie auch zu gebrauchen ist ein wirkliches Training für das Gehirn, es bleibt aktiv und „in Bewegung“. Eine Person, die regelmäßig Fremdsprachen anwendet oder auch neu lernt und das Vokabular erweitert, ist ein wahrer Gehirnjogger.

Sprache und Kultur

Fremdsprachen zu erlernen macht Spaß und bringt viele Vorteile mit sich. Nicht nur dass Ihr Gedächtnis trainiert wird, sowie  Ihr logisches Denken und Kategorisieren – nein, auch Ihr privates Leben kann durch eine weitere Sprache ungemein profitieren. Mit dem Lernen einer neuen Sprache öffnet sich Ihnen gleichzeitig eine neue Welt:  Sie werden eingeführt in andersartige, aufregende Kulturen und Mentalitäten. Besonders wenn Sie Sprachreisen unternehmen – was sehr zu empfehlen ist, denn so werden Sprachen am besten gelernt – kann die bereits gelernte Sprache ein Schlüssel für neue Bekanntschaften und Freundschaften sein.

Gerade jetzt, im Zeitalter des Internet ist es fast eine Selbstverständlichkeit, dass die englische Sprache beherrscht wird. Ohne sie bleibt Ihnen eine Menge in der heutigen Arbeitswelt verschlossen.

Jeder kann eine Sprache lernen                                    

Behaupten Sie nicht, Sie seien zu alt um eine Sprache zu lernen. Vielleicht ändern Sie einfach  nur die Art und Weise des Lernens. Sich stundenlang Vokabeln einzutrichtern und herunter zu beten ist schon lange nicht mehr die empfohlene Lernmethode. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Internets! Schreiben Sie Vokabeln auf Karteikärtchen, oder machen Sie einen Sprachkurs in der Volkhochschule. Wichtig ist, dass Sie tatsächlich Konversation betreiben. Versuchen Sie sich so früh wie möglich in der neuen Sprache. Sie können sicher sein, während des Sprachenlernens werden die unterschiedlichsten Regionen Ihres Gehirns aktiviert und trainiert. Ihr Gehirn wird ganzheitlich gefordert.

Im Gehirn spielt die Musik

Wird man durch Musik intelligenter? Ist klassische Musik besser als Rockmusik? Gibt es ein Musikzentrum im Gehirn?

Solche und viele andere Fragen  jagen durch unseren Kopf, wenn das Thema Musik auf den Plan tritt. Aber was ist wirklich an all diesen Mythen dran?

Mythos 1: Das Musikzentrum.

In dem menschlichen Gehirn gibt es weder ein Musikzentrum, noch werden musikalische Eindrucke allein von der rechten Gehirnhälfte verarbeitet. Ein Klang oder ein Geräusch trifft zuerst auf das Ohr und wird dann durch verschiedene Mechanismen im Mittelohr verstärkt. Diese verstärkten mechanischen/akustischen Signale werden weiter innerhalb der Cochlea (der Gehörschnecke) in elektrische Signale umgewandelt, sodass das Gehirn die ankommenden Nachrichten entschlüsseln kann. Im Gehirn selbst, „läuft“ das zu entschlüsselnde Signal immer weiter an der Hörbahn entlang bis zur primären Hörrinde – von da an fächert sich die Musikverarbeitung in die verschiedenen Regionen des Gehirns auf. Das limbische System z.B. ist Zuständig für die Emotionen, die durch die Musik vermittelt werden. Die Heschel‘sche Querverbindung dagegen, lässt zwischen komplexen Hörklängen und Einklängen unterscheiden, sowie Klangfarben und reinen/unreinen Tönen. Ein einziger Ort, an dem Musik verarbeitet wird, gibt es also nicht. Vielmehr unterstützt Musik die Verlinkung und Verzahnung innerhalb der Gehirnhälften /Arealen und lässt neue Nervenverbindungen entstehen.

Mythos 2: Musik macht intelligent.

Musik regt an, aber macht nicht unbedingt schlauer. 1993 führten amerikanische Neurobiologen an der „University of California“  einen Versuch durch: Sie ließen eine Studentengruppe ein Stück von Mozart vor einem Intelligenztest hören. Eine andere Kontrollgruppe Entspannungsmusik und wiederum eine dritte Studentengruppe verbrachte die Zeit in Stille. Im darauffolgenden Test schnitten die Studenten, die Mozart zuvor hörten, durchschnittlich besser ab.  Erklärt wurde dieser Effekt jedoch dadurch, dass die bessere Leistung nicht so sehr mit der speziellen Musik Mozarts zusammen hängt, sondern vielmehr einen „Aufwärmeffekt“ hervorruft. Durch die gehörte Musik wurde das Wohlbefinden der Studenten gesteigert – und damit auch die Aufmerksamkeit erhört. Diese Steigerung hängt aber sehr von der jeweiligen Präferenz ab. Wenn Sie also lieber Rockmusik als Mozart hören und sich dabei besser fühlen, wählen Sie lieber Ihre Lieblingsrockband um sich auf eine Prüfung vorzubereiten…

Mythos 3: Indem man ein Musikinstrument lernt, trainiert man das Gehirn.

Das stimmt! Wenn sie ein Musikinstrument lernen, oder sich auch nur mit Musik intensiver beschäftigen, trainieren sie Ihr Gehirn. So wird es ein Kind, dass früh Musik ausgesetzt ist, leichter haben Sprache zu erlernen; Musik besitzt nämlich eine eigene Syntax und wird wie Sprache verarbeitet.

Musik fungiert außerdem als Gedächtnisstütze, mithilfe von Reimen und Liedern können Inhalte viel besser behalten werden. Das war übrigens auch der Grund, weshalb in der Geschichte viele Lieder und Choräle in der Kirche gesungene wurden (Musik wurde zeitweise öffentlich nur im geistlichen Kontext gebraucht!) – die Gemeinde sollte Bibelverse auswendig parat haben, da nur wenige Privilegierte lesen konnten.

Genauso werden Ihre Gefühle über Musik stimuliert – sobald Sie ein Lied oder ein Werk hören, erinnern Sie sich an ein bestimmtes Ereignis zurück- „Unser Lied“ lässt Sie zurückgleiten in die Vergangenheit und Emotionen wieder erleben.

Musikhörer sind bessere Zuhörer. Musikliebhaber haben gelernt bestimmte Klänge zu unterscheiden und im „Störlärm“ zu verstehen. Das Gehör ist sozusagen feiner gestimmt als das von Menschen ohne Musikinteresse.

Ihr Gehirn kann sogar ein Werk oder Lied „im Geiste“ mitspielen. Sie hören ein Klavierkonzert von Beethoven, dass Sie selbst schon einmal einstudiert hatten und während es von außen so aussieht, als ob Sie der Musik lauschen würden, ist Ihr Gehirn äußerst aktiv. Im motorischen Cortex spielen Ihre Finger das Stück nach und im visuellen Bereich sehen Sie die Noten vor dem inneren Auge. Gleichzeitig summen Sie das Stück in sich hinein. Diese vielen parallel aktiven Bereiche, verstärken die Vernetzung der Nervenzellen in Ihrem Hirn.

Gehirn Jogger werden und durchstarten

Viele kennen diese Situation vielleicht. Man steht in der Kaufhalle, hat den Einkaufszettel vergessen und kann sich noch nicht einmal an die Hälfte der Lebensmittel erinnern, die auf dem Besorgungs-Zettel standen. Wenn die Erinnerung nachlässt und die Vergesslichkeit zunimmt, dann ist es höchste Zeit für regelmäßiges Training! Und zwar für Gehirn-Training!

Weshalb ein gutes Gedächtnis wichtig ist

Ein gutes Gedächtnis ist nicht nur beim Einkaufen wichtig, sondern auch im Beruf. Denn mit einem fitten Gehirn hat man bessere Berufschancen! Warum? Ganz einfach! Weil man wichtige Termine, aber auch Kleinigkeiten, nicht so schnell vergisst! Das macht zuverlässiger, was auch mit Sicherheit der Chef anerkennen wird. Regelmäßiges Training ist für unser Gehirn also sehr wichtig.

Doch wie trainiert man sein Gehirn überhaupt?

Man kann sein Gedächtnis schon mit Kleinigkeiten aufpeppen. Beispielsweise, wenn man eine Telefonnummer bekommt. Man kann sich diese natürlich für den Fall der Fälle aufschreiben, aber man kann auch versuchen, sie sich auswendig zu merken. Aber neben bloßem Zahlen merken, ist ein variiertes Training wichtig, denn somit werden unterschiedliche Bereiche in unserem Gehirn trainiert. Wir können unser Gedächtnis auch durchaus mit Spaß trainieren. Beispielsweise mit dem beliebten Spiel Sudoku! Dies fördert nicht nur ein logisches Denken, sondern macht auch noch Spaß und trainiert manchmal auch unsere Geduld. Vor allem aber ist es eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig das Gehirn zu trainieren!

Sich Dinge visuell merken

Manch einer merkt sich Dinge gut, indem er Sachen hört. Manch einer muss sie selber machen und der andere wiederum muss sie sehen. Beim bildlichen Gedächtnis, auch eidetisches Gedächtnis genannt, merkt man sich die Dinge am besten, wenn man sie sieht. Ein Beispiel dafür kann das Zuschauen bei einem Chemie-Experiment sein. Sehen ist oft besser als graue Theorie und unterstützt somit das Lernen und das Merken von Sachverhalten erheblich!

Gehirn-Jogging im Alltag

Ob es jetzt die eigene Telefonnummer ist, der Einkaufszettel oder die PIN-Nummer für die EC-Karte. Es gibt schon eine Menge Dinge, die wir immer im Kopf haben. Darunter Zahlenkombinationen, wichtige Termine und Dinge, die wir noch erledigen wollten. Um all dies nicht zu vergessen, ist es wichtig, dass unser Gehirn immer auf Vordermann gebracht ist. Wieso also nicht mal ein paar Dinge merken, statt sich daran erinnern zu lassen?

Sport verlangsamt den Alterungsprozess des Gehirns

Dass regelmäßiger Sport gesund und fit hält, ist kein Geheimnis. Doch sportliche Aktivität steigert nicht nur die Muskeln, die Leistung des Herzens und die Zufuhr von Sauerstoff, regt die Gehirndurchblutung an oder stärkt die Gelenke, Sport soll auch den Alterungsprozess des Gehirns verlangsamen beziehungsweise maßgeblich daran beteiligt sein, die Zellalterung zu bremsen. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass durch Sport gezielt altersbedingten Krankheiten entgegengetreten werden kann. Sport kann somit Demenz vorbeugen!

Der Alterungsprozess
Grundsätzlich muss hervorgehoben werden, dass der Alterungsprozess natürlich ist. Jeder Mensch altert in seinem Leben und niemand kann diesen Prozess gänzlich stoppen. Der langsame Verfall ist von Geburt an vorprogrammiert. Doch die Intensität der Alterung hängt von vielen Faktoren ab, die sich zum Großteil selbst steuern lassen. Schlechte Essgewohnheiten oder auch jahrelanges Rauchen wirken sich bewiesenermaßen negativ auf die Gesundheit und den Alterungsprozess aus. Sport hingegen bewirkt Gegenteiliges. Forscher haben nachgewiesen, dass Sport sogenannte Telomere dabei hemmt, sich zu verkürzen.

Was sind Telomere?
Der Alterungsprozess ist biologisch betrachtet äußerst umfangreich und kompliziert. Eine besonders wichtige Rolle dabei spielen jedoch Telomere. Diese sind die Enden der Chromosomen, welche jeder in seinem Körper hat. Die Kürze der Chromosomen beziehungsweise der Telomere gibt Aufschluss darüber, wie weit die Zelle bereits gealtert ist. Sobald eine gewisse Grenze unterschritten wird und die Enden zu kurz sind, so geht die genetische Information verloren. Dies hat fatale Folgen für die Zellenfunktion.
Durch regelmäßigen Sport können diese Verkürzungen der Telomere spürbar gehemmt werden. Zwar spielen auch Faktoren, wie zum Beispiel das schon angesprochene Rauchverhalten, eine Rolle, doch vor allem der Sport nimmt eine herausragende Stellung ein.

Aktiv werden
Sport ist wichtig und macht vor allem Spaß. Jeder gesundheitsbewusste Mensch sollte regelmäßig Sport betreiben. Nicht nur in Hinblick auf das aktuelle Wohlbefinden, sondern auch in Hinblick auf die Zukunft sollte Sport eine Rolle im Leben spielen, um vor allem auch den alterstypischen Krankheiten entgegenzutreten. In der heutigen Welt, die von Stress geprägt ist, bietet Sport einen optimalen Ausgleich. Darüber hinaus kann Sport eventuell sogar für mehr und unbeschwerte Lebensjahre sorgen.

Logisches Denken trainieren

Das logische Denken ist eine wichtige Qualifikation im Alltag und auch im Berufsleben. Viele Arbeitgeber lassen inzwischen einen Einstellungstest durchführen, der unter anderem das logische Denken prüft. Falls Sie bei diesen Forderungen gleich ins Stirnrunzeln kommen, können wir Sie beruhigen: man kann sein logisches Denken trainieren!

Was ist logisches Denken?

Erst einmal muss jedoch die Frage beantwortet werden, was logisches Denken ausmacht und woraus es sich zusammensetzt. Als logisches Denken wird allgemein die Fähigkeit bezeichnet, Zusammenhänge zu erkennen und daraus folgerichtige Schlussfolgerungen zu ziehen. Mitinbegriffen ist das sogenannte „konditionale Schließen“, das Beziehungen aus „wenn“ und „dann“ herleitet. Das verallgemeinern und typisieren logischer Argumente wird als „syllogisches Schließen“ bezeichnet. Und schließlich gibt es noch das „relationale Schlussfolgern“, das Bezüge und Abhängigkeiten erkennt und diese miteinander vergleicht.

Um logisch denken zu können, müssen Synapsen (Kontaktstellen) zwischen Nervenzellen ausgebildet werden. Sind viele Verknüpfungen zwischen den grauen Zellen vorhanden, kann „schnell“ und logisch gedacht werden.

Logisches Denken trainieren – aber wie?

Wie Sie logisches Denken trainieren und alle diese Möglichkeiten des Schlussfolgerns aktiv anwenden können wird Ihnen durch Gehirn Jogging-Übungen vereinfacht. Dazu gehören Zahlenrätsel wie Sudoku, magische Quadrate und Zahlenreihen, aber auch Denkaufgaben, in denen Sie bestimmte Sachverhalte aus kurzen Geschichten erkennen müssen. Auch mathematische Übungen ermöglichen es logisches Denken trainieren zu können. Durch diese Aufgaben trainieren Sie nicht nur Ihr Gedächtnis, beugen Alterskrankheiten wie Demenz vor und verbessern Ihr logisches Denken.

Trainieren Sie in jeder freien Minute, indem Sie Knobelaufgaben lösen. Halten Sie immer ein Rätselheft in Ihrer Handtasche oder auf Ihrem Wohnzimmertisch parat und nutzen Sie Ihre freie Zeit sinnvoll, indem Sie logisches Denken trainieren.

Inzwischen bieten auch zahlreiche Internetseiten Übungen an, die logisches Denken trainieren. Somit können Sie spielerisch Ihre Intelligenz auf Trab halten und mit etwas Übung Ihre geistige Fitness steigern!

Vergesslichkeit ist kein Grund zur Panik

Wer kennt es nicht, dass man ab und zu mal was vergisst? Wenn es bei einem kleinen Maß an Vergesslichkeit bleibt, dass keinen weiter stört, dann ist es ja halb so schlimm. Nur wenn man merkt, dass man selber oder einer der Lieben doch sehr häufig unter Vergesslichkeit leidet und dadurch innerlich in Bedrängnis kommt, dann sollte man aufmerken. Aber auch da kann es noch verschiedene Gründe haben. In jedem Fall gilt es, die Ruhe zu bewahren.

Heutzutage ist das Thema Vergesslichkeit durchaus kein Tabuthema mehr. Es lässt sich per Internet, aber auch in vielen öffentlichen Anlaufstellen Information rund um das Thema finden. Hier kann man sich Tipps abgreifen oder doch auch mal mit jemanden drüber sprechen. Nur bei sich selbst empfindet man Vergesslichkeit eventuell als etwas Peinliches. Und natürlich möchte man gegenüber einer anderen vergesslichen Person gerne liebevoll und rücksichtsvoll sein. Naja, zugegeben, manchmal nervt’s. Wenn dann, durch Vergesslichkeit bedingt, die Zeit eng wird oder irgendetwas nicht so klappt wie man möchte. Aber ist denn Vergesslichkeit in jedem Fall sofort ein Indiz für beginnende Demenz? Nein, natürlich nicht. Es kann die pure Überlastung oder Unordnung im Alltag sein. Da hilft es, die Schwerpunkte im Leben neu zu gewichten. Einiges aus dem Leben einfach auch mal – zeitweilig oder für immer – rauszuwerfen und auch Wohnung, Garage, Keller und Hobbyraum gründlich zu entrümpeln und so zu sortieren, dass man sich wieder wohl drin fühlt.

Und mit diesem Überblick kommt das Durchatmen. Dann geht das Leben entspannt weiter und man hat auch wieder “alles auf dem Schirm”. Und klar, im Alter setzt sich irgendwann das Langzeitgedächtnis ganz neu in den Vordergrund. Es fallen einem Sachen aus der Kindheit und Jugend ein, aber wo ist bloß der Haustürschlüssel und was genau wollte man jetzt im Korridor eigentlich? Aber das macht gar nichts. Nur keine Bange. Selbstmotivation ist hier angesagt: Seien Sie Ihr eigener Gedächtnistrainer. Das funktioniert sehr kreativ und macht Spaß. Gute Bücher und Zeitschriften zu dem Thema gibt’s zu Hauf. Einfach mal in die Buchhandlung gehen und schmökern. Oder aber im Internet schauen unter dem Stichwort „Gehirnjogging kostenlos“.

Das Langzeitgedächtnis – Teil der Persönlichkeit

Das Langzeitgedächtnis eines Menschen besteht aus einer Vielfalt an Fähigkeiten. Es greift auf verschiedene Areale im Gehirn zu. Das Langzeitgedächtnis unterscheidet sich vom Arbeitsgedächtnis darin, dass bestimmte mit Gefühlen verbundene Erinnerungen und unbewusste Informationen nach einem längeren Zeitraum wieder verfügbar sind. Das Arbeitsgedächtnis, umgangssprachlich immer noch das Kurzzeitgedächtnis, hingegen speichert die im (Arbeits-)Alltag bewusst abrufbaren, ehe rationalen Informationen.

Heute weiß man, dass ausschließlich das Lernen in Zusammenhängen ‘Aha’-Erlebnisse ermöglicht und der Mensch somit diese Information als wertvoll erkennt, sie sich einprägt und auch tatsächlich im entscheidenden, nutzbringenden Augenblick wieder abrufen kann. Ein stumpf einbläuender Gedächtnistrainer nutzt zur Lebensbewältigung also nichts. Nein, Wissen muss möglichst mit allen Sinnen erfahrbar sein. Wir nehmen Wissen in uns auf und ordnen ihm eine – mehr oder weniger realitätsgetreue – Bedeutung bei und können es dann erst mit eigenen Worten formulieren. Dies ist die semantische Funktion des Langzeitgedächtnisses.

Hinzu kommt die episodische Funktion im Langzeitgedächtnis, in dem die Informationen mit dem eigenen Erleben verknüpft sind. Gerade im Alter kommen daher unwillkürlich und für Außenstehende unerklärlich gewisse Erinnerungen lebhaft hoch, weil es hier genauso riecht wie damals, weil damals auch solche Musik lief… – Im Langzeitgedächtnis haben wir jedoch auch unsere Bewegungsabläufe, die wir jeden Tag benötigen, abgespeichert. Beispielsweise das Laufen und das Fahrradfahren haben wir wiederholt geübt und können es jetzt immer, ohne nachzudenken, unbewusst. Dies ist im Langzeitgedächtnis die sogenannte prozedurale Funktion.

Generell ist  man der Auffassung, dass das Arbeitsgedächtnis nur begrenzte Kapazität habe, das Langzeitgedächtnis hingegen ein nahezu unbegrenztes Fassungsvermögen aufweise. Dies könnte mit dem Zeitfaktor zusammenhängen. Schließlich hat man ein Leben lang Zeit, das Langzeitgedächtnis zu füllen. Hierzu muss man tatsächlich das Gedächtnis trainieren. Allerdings handelt es sich hier keineswegs um Gehirn Jogging, um geistig ein bisschen fit zu bleiben. Stattdessen ist sich der Mensch beim Füllen seines Langzeitgedächtnisses dessen bewusst, dass er aktiv Informationen in seinem Inneren ‚abspeichert‘ und emotional in sich verankert, um sie später selber aktiv nutzen zu können. Hier ist tatsächlich nicht ‘nur‘ das Gehirn beteiligt, sondern der ganze Mensch, auch körperlich. Vergesslichkeit in Bezug auf persönlich Erlebtes ist also schwerwiegend und nimmt dem Menschen einen Teil seiner Persönlichkeit.

Gehirnjogging kostenlos – her damit!

Wer sich geistig fit halten will, hat viele Möglichkeiten. Der Alltag bietet sozusagen täglich Gehirnjogging kostenlos. Das kann das ‚Koffer packen‘-Spiel zusammen mit Kindern sein, bei dem man sich merken muss, was alles schon von den Vorgängern in den Koffer gepackt worden ist. Es kann genauso gut ein Puzzle sein, wo Form- und Farberkennung und der Sinn fürs Detail genauso wie der Überblick über das Ganze gefordert sind. Viele Gesellschaftsspiele benötigen unsere volle Aufmerksamkeit und Konzentration: von Schach – fördert logisches Denken und Planen auf hohem Niveau, darf Zeit in Anspruch nehmen – bis Uno – fordert Vergleichen und schnellste Reaktion.

Aber abgesehen von diesen Freizeitbeschäftigungen, fordert der Arbeitsalltag allein immer wieder diese ganz bestimmte Art von Kreativität, sozusagen Gehirnjogging kostenlos, um an die richtige Problemlösung zu kommen. Wer die Routine-Arbeitsgänge nicht vollends eingeübt hat und beherrscht, kann nicht zu funktionierenden, außergewöhnlichen Problemlösungen finden. Das routinierte Gehirnjogging kostenlos, aber auch diszipliniert bei den alltäglichen Aufgaben durchzuführen, ist die Basis dafür, dass man dann außerhalb gewohnter Bahnen denken und Bahnbrechendes erfinden kann. Die technischen Erfinder und Hobby-Bastler unter uns werden das wissen. Natürlich auch alle, die super-gerne kochen oder Pflanzen züchten oder aber musizieren. Überall gibt es kniffelige Situationen, aus denen man das Beste nur deshalb machen kann, weil man sein tägliches ‚Gehirnjogging kostenlos‘ seit Jahren auf dem eigenen Spezialgebiet absolviert hat, sich mit der Materie eingehend und wiederholt beschäftigt hat. Und nur auf dieser Grundlage wird ein außergewöhnliches Küchenrezept erfunden und entsteht eine winterfeste Pflanzensorte oder ein neues Musikstück.

Natürlich finden sich auch im Internet allerhand Denksportaufgaben, um Gehirnjogging kostenlos und für ca. 10 Minuten jeden Tag zu betreiben. Auch hier wird der Vergesslichkeit entgegengewirkt, kann das Arbeitsgedächtnis (nicht das Langzeitgedächtnis) wieder in Schwung gebracht werden. Die Ausdauer und Regelmäßigkeit bringt‘s. Und es gibt auch bei diesen ‚Gehirnjogging kostenlos‘-Angeboten im Internet von Fachkräften kompetent zusammengestellte Anforderungen an räumliches Denk- und Sehvermögen, Rechenfähigkeit, Wortgewandtheit und Kombinationsfähigkeit.

Aber – und dies ist wichtig: Was zählt ist immer Ihr persönliches Zwischenziel, das Sie als Ihr eigener Gedächtnistrainer sich stecken.

Gehirn Jogging macht einen Unterschied

Gehirn Jogging – die Wortzusammensetzung sagt es uns schon: man braucht Ausdauer und geistige Beweglichkeit und es geht darum, dass Gehirn zu trainieren. Das geht eben nicht von heute auf morgen. Braucht es aber auch nicht.

Gedächtnis trainieren ist also tatsächlich eine Art Sport, bei der man – wie beim Joggen – mal durch ruhige, stetige Wiederholung das Langzeitgedächtnis füttert und mal durch kurze – geistige- Sprints, die Gehirnzellen im Kurzzeitgedächtnis auf Trab bringt. Die Benennung ‘Gehirn Jogging’ hat also durchaus ihre Berechtigung. Nicht zuletzt werden diese beiden Trainingsarten – und es gibt noch einige mehr, die es zu entdecken gilt – beim Joggen zum Aktivieren verschiedener Muskelgruppen verwendet und beim Gehirn Jogging zum Aktivieren verschiedenster Areale des Gehirns.

Wichtig für das eigene Gehirn Jogging sind zwei Dinge: Man lernt immer am Besten, wenn es Spaß macht. Und: man sollte schauen, wo die eigenen Begabungen liegen und die wie Fähigkeiten erweitern. Jemand, der Zahlen liebt, wird Spaß daran haben, sie sich zu merken oder Sudoku zu spielen. Jemand, der kein räumliches Vorstellungsvermögen besitzt, wird einfach keinen Spaß an Gehirn Jogging auf diesem Gebiet haben. Das tut dem Ganzen keinen Abbruch und ein einfühlsamer Gedächtnistrainer wird die jeweilige Begabung der Beteiligten an einem Gedächtnistraining herausfinden. Und auch hier gilt es herauszufinden, ob man am liebsten sein eigener Gedächtnistrainer ist oder ob man das Kreuzworträtseln, Bilderrätsel und um die Ecke denken in Gesellschaft liebt. Dann wird man selber auch Möglichkeiten finden, auch generationenübergreifend. Dazu kann man in der eigenen Familie, im Bekanntenkreis, in Internet Foren und natürlich über Einrichtungen, wie beispielsweise in Mehrgenerationenhäusern mal unverbindlich nachfragen. Auch Kirchen haben häufig Ansprechpartner, die hier nur zu gerne Leute gesellig zusammenbringen.

Wesentlich ist beim Gehirn Jogging auch nicht, wie spitzenmäßig man im Vergleich zu Anderen ist. Vielmehr gilt es, Merkfähigkeit, Reaktions- und Konzentrationsvermögen sowie logisches Denken stetig weiter zu trainieren. Die eigenen Grenzen Stückchen für Stückchen zu erweitern. Vergesslichkeit und Demenz vorbeugen. Am besten steckt man sich selber kleine Zwischenziele, um sich so zu motivieren. Vielleicht hat man auch seine festen ‚Trainings‘- Zeiten oder Treffpunkte. Erlaubt ist, was Spaß macht.