Auswendig lernen trainiert das Gedächtnis

Auswendig lernen trainiert das Gedächtnis

Eine recht weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Menschen die ein schlechtes Gedächtnis besitzen, dieses auch für immer haben werden. Nun, die Realität sieht allerdings so aus, dass man das Gedächtnis sehr wohl zum Beispiel durch das Auswendig lernen trainieren kann.

Ab wann sollte man auswendig lernen?

Bereits im Kindesalter sollte damit begonnen werden. Auch die Behauptung dass das Gedächtnis im Alter zwangsläufig schlechter wird, ist schlicht und ergreifend falsch. Wird die Fähigkeit zur Erinnerung regelmäßig trainiert, so wird sie auch im Alter erhalten bleiben. Allerdings hören viele Menschen nach der Schulzeit und der Lehre auf, ihr Gedächtnis wirklich effektiv zu nutzen. Im täglichen Berufsleben ist es nur selten nötig sich völlig neue Dinge einzuprägen. Das sogenannte eidetische Gedächtnis, welches die Fähigkeit beschreibt, gesehene Dinge exakt wieder in Erinnerung zu rufen ist sehr viel verbreiteter als allgemein behauptet wird. Nur nutzen die wenigsten ihre Begabung, wodurch sie bereits in frühester Jugend verschwindet.

Wie sollte man beim Lernen vorgehen?

Dass viele Menschen bereits in der Kindheit die Idee entwickeln sie würden über ein schlechtes Gedächtnis verfügen, kommt daher, dass ihnen nur gesagt wird, dass sie es trainieren sollten. Jedoch sagt niemand wie sie es trainieren müssen.
In der Regel wird das Lernen auf eine rein logische Ebene beschränkt. Diese nutzt jedoch fast ausschließlich nur die linke Gehirnhälfte. Das Ergebnis ist, dass Fakten zwar aufgenommen werden, diese jedoch im riesigen Gewirr des menschlichen Unterbewusstseins verloren gehen. Soll Wissen dauerhaft abrufbereit zur Verfügung stehen muss es nicht nur gelesen und ständig wiederholt, sondern geschickt und kontrolliert abgelegt werden. Der erste Schritt dafür ist das Wissen zu visualisieren. Bilder werden sehr viel besser im Gedächtnis behalten als abstrakte Zahlen und Wörter.

Visualisieren: Bildliches Darstellen des zu lernenden Inhalts

Wer mit Visualisierungen arbeitet und regelmäßig auch im Alltag anwendet, wird schnell merken wie sich dieser Prozess mit der Zeit automatisiert. Das Gehirn fängt quasi von allein an Fakten durch das bildliche Darstellen abzuspeichern.

Kostenloses Gehirnjogging kann problemlos in den Alltag integriert werden. Wer anfängt Autokennzeichen auswendig zu lernen oder Namen neuer Bekanntschaften sofort abzuspeichern, der wird schnell merken wie sein Gedächtnis zuverlässiger arbeitet. Unabhängig vom Alter, ist das Gehirn durch solch einfache Übungen in der Lage, neue neuronale Verknüpfungen zu bilden, was für eine erhöhte Aktivität und somit Effektivität sorgt.

Was man schon lange vermutet hat, haben Studien an der Universität Tel Aviv bestätigt: Ältere Menschen, die Ihr Leben lang verschiedene Sprachen gesprochen haben – sie anwenden und beherrschen können – bleiben länger geistig fit.

Weitere Methoden zum Auswendig lernen: Fremdsprachen lernen

Eine Fremdsprache zu erlernen und vor allen Dingen sie auch zu gebrauchen ist ein wirkliches Training für das Gehirn. Es bleibt aktiv und „in Bewegung“. Eine Person, die regelmäßig Fremdsprachen anwendet oder auch neu lernt und das Vokabular erweitert, ist ein wahrer Gehirnjogger.

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